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Künstliches Akkommodationssystem



Anforderungen

 

Ein implantierbares mechatronisches Mikrosystem, in dem sämtliche Funktionalitäten zur Wiederherstellung der Akkommodationsfähigkeit des menschlichen Auges integriert sind, muss folgende Anforderungen erfüllen:

  • Akkommodationsfähigkeit: Änderung der Brechkraft von mindestens drei Dioptrien des gesamten optischen Apparates
  • Transmission: Wie bei der natürlichen Linse; dies beinhaltet die Absorption von ultravioletter Strahlung (UV). Außerdem sollten die monochromatischen und die chromatischen Aberrationen nicht schlechter als die der natürlichen Linse sein.
  • Dynamisches Verhalten: Ansprechzeit von ca. 0.4 sec und Totzeit von ca. 0.2 sec.
  • Biokompatibilität: Materialverträglichkeit (Toxizität), und Materialbeständigkeit im Kammerwasser, ebenso wie elektromagnetische Verträglichkeit des Systems; zudem ist die Abfuhr entstehender thermischer Energie sicherzustellen.
  • Zuverlässigkeit: Hoch, da eine sehr lange Verbleibzeit des Systems im Auge angestrebt wird. Daher sind lange Energieversorgungsintervalle unumgänglich, die Möglichkeit von Kontrollinterventionen muss gegeben sein und bei Ausfall der Steuerung muss das System in einen Fail-Safe-Zustand gehen, der eine gute Fernsicht gewährleistet.
  • Keine Beeinträchtigung von Körperfunktionen: Kammerwasser-Abfluss und die Glaskörperstabilisierung müssen erhalten bleiben, außerdem darf der Irismuskel nicht behindert und das Auftreten von Nachstar muss verhindert werden.
  • Bauraum: Volumen des Kapselsacks bzw. Zylinder mit 9 - 10 mm Durchmesser und einer axialen Länge bis zu 4 mm.
  • Operationstechnik: In der Ausführung als starres System soll durch maximal 6 mm langen Hornhautschnitt, bei einem faltbaren System durch einen 2 mm Schnitt implantiert werden können.

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