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Bauen und Wohnen



 

Planen

Das Dilemma:

Nur noch etwa 10% der privaten Bauvorhaben werden von einem Architekten begleitet, bedauert die Architektenkammer Baden-Württemberg. Dafür sind zwei Gründe mitverantwortlich:

1.         Ein Bauinteressent möchte gerne das Produkt vor der Kaufentscheidung sehen und erleben.

2.         Die Kostenunsicherheit bei individuellen Entwürfen schreckt die Bauherren.

 

Lösungsansatz:

Die Kernthesen zur Überwindung der mangelnden Akzeptanz von individuell geplanten Häusern lauten:

1.        Eine intensive Planungsphase unter Nutzung moderner IT-Hilfsmittel führt im Ergebnis zu einem virtuellen Modell des "Traumhauses". Dadurch wird das Haus erlebbar.

2.        Auf der detaillierten Grundlage des ?digitalen Hauses? können die entstehenden Kosten sehr präzise kalkuliert werden.

3.        Aus dem "digitalen Haus" lässt sich die Steuerung der Vorfertigung und die Montageplanung ableiten.

 

 

Planungswerkzeuge:

Im Institut sind mehrere Architektur-CAD Programme installiert:

·          Architectural Desktop von Autodesk
·          Allplan der Nemetschek AG
·          Das System ArchiCAD der Graphisoft AG
·          ArCon von der mb Software AG

Außer ArCon verfügen alle über die IFC-Schnittstelle zum Austausch von Objektdaten. Weil von diesen Systemen ein großer Markt abgedeckt wird, bietet es sich an, auf dieser IFC-Schnittstelle aufzubauen und damit herstellerneutrale Kommunikationskanäle zu anderer Bausoftware herzustellen.

Produktdaten:

Es ist heute auch in gut organisierten Unternehmen der Baubranche noch gängige Praxis z.B. Grundrissdaten mehrfach einzugeben, weil das Statikprogramm, oder das Programm für die Ausschreibungen (AVA) das CAD-Programm nicht verstehen. Dieses Problem ist mittelfristig mit einem Produktdatenmodell zu lösen, das alle Daten zum Bauvorhaben aufnimmt, zentral verwaltet und den Anwendungen über entsprechende Filter zur Verfügung stellt.

 

Architekturbüro der Zukunft:

In naher Zukunft wird die Technik für die 3D-Darstellung realistischer Bilder auf einer Großleinwand zum Preis eines Mittelklasse-Wagens zu erwerben sein. Ein Architekturbüro, das in eine solche Technik investiert, kann sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Leider ist eine "digitale Bemusterung" des Hauses plus Möblierung ein sehr zeitaufwändiger Prozess, den die HOAI nicht vorsieht. Der Ausweg kann nur heißen, dass der Bauherr künftig schon an dieser Stelle Eigenleistung einbringt. Der Bauherr wird dazu nach der Ausstattung der Zimmer befragt. In einem Vorlagenkatalog sucht er z.B. ein Parkett für das Wohnzimmer aus. An den Wänden mag er eine bestimmte Tapete und an der Decke weiß gestrichene Rauhfaser. All dies tut er zuhause am einem PC, der natürlich auch mit dem Produktmodell interagiert. Mit seinem Architekten begeht er anschließend das Haus, bevor der Grundstein gelegt wurde.

 

 

weitere Infos:

Das Thema Planen und Visualisierung wird von der Gruppe Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterVR-Systeme bearbeitet. Dort finden Sie weitere Informationen.


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