Bauen + Wohnen
Produktdaten
Stand heute:
Auf dem Bausektor existiert eine unüberschaubare Zahl von Softwarewerkzeugen für das Design, die Statik, kaufmännische Administration u.s.w. Viele dieser Werkzeuge greifen immer wieder auf die Geometrie des Gebäudes zurück. Oft genug muß heute noch ein fachkundiger Mensch als Übersetzer der Daten in die Prozesse eingebunden werden. Letztlich werden die Daten mehrfach eingegeben, was nicht zuletzt ein großes Fehlerrisiko birgt.

Lösungsansatz:
Die einzelnen Puzzle-Teile werden um ein Produktdatenmodell herum aneinandergefügt. Das kann nicht für alle Teile auf einmal gelingen. Deshalb wird zunächst der Schwerpunkt auf Wände gelegt. Aus dem 3D-CAD-Programm wird die komplette Geometrie via IFC-Schnittstelle in die Produktdatenbank geschrieben. Ein Filter holt sich dort die Daten ab und extrahiert die Wände. Im Bereich von Tür- und Fensterstürzen sind statische Betrachtungen nötig. Für die automatische Vorfertigung der Wände, muß jede Wand in einzelne Steine gegliedert werden. Danach sind NC-Programme für die Bearbeitungsmaschinen zu generieren. Schließlich brauchen auch die Mitarbeiter auf der Baustelle einen Verlegeplan, der die Positionsnummern der Steine enthält.

Ziel:
Fernziel ist ein Produktdatenmodell mit Ein- und Ausgangsfiltern für alle Belange von der Planung bis zum Rückbau. Wenn z.B. 70 Jahre nach Errichtung eines Hauses der Rückbau geplant wird, so ist eine genaue Kenntnis der eingesetzten Materialien und Massen überaus hilfreich. Allerdings müssen die Daten zu diesem Zeitpunkt noch verarbeitet werden können. Betrachtet man die Entwicklung der Speichermedien rund um den PC, so erscheint es eher unwahrscheinlich, dass unsere Enkel eine CD des Jahres 2001 noch lesen können. Die Daten müssen aus diesem Grund ständig am Leben erhalten werden, was aber nicht über einen Archivierungs- oder Wartungsvertrag mit einem Dienstleister geschehen sollte. Viel besser ist es, die Produktdaten im Facility-Management System des Hauses einzusetzen. Dass im Alltag nur ein Bruchteil der Produktdaten benötigt wird, spielt in Zukunft bei weiter wachsenden Speicherkapazitäten aller Rechner eine untergeordnete Rolle.

weitere Infos:
Das Thema Produktdaten wird von der Gruppe VR-Systeme bearbeitet. Dort finden Sie weitere Informationen.
